Für Cottbus ein Leitbild 2035

Vorwort

Mit unserem Leitbild blicken wir bis ins Jahr 2035 und stellen die Weichen für eine erfolgreiche Zukunft. Wir definieren, wer wir sind, wer wir zukünftig sein wollen und mit welcher Vorgehensweise wir das erreichen wollen.

Hintergrund:
Ein Leitbild ist wichtig, um das Fernziel der Stadtentwicklung anzupeilen. Auf einem Leitbild beruhen die tiefergehenden Teilkonzepte der Stadtentwicklung, die dann konkreter auf bestimmte Themen eingehen, wie z.B. das Einzelhandelsentwicklungskonzept, Wirtschaftsentwicklungskonzept, Tourismus- und Marketingkonzepte oder der Flächennutzungsplan usw. Nach den Zielen des Leitbildes und den darin festgeschriebenen Leitprojekten sollen sich künftig auch die städtischen Betriebe ausrichten. Aus den Aufgaben des Leitbildes kann man ebenfalls auf die erforderlichen Strukturen in Wirtschaftsförderung und Marketing schließen sowie Investitionen abwägen.
Eine glaubwürdige und überzeugende Stadtmarke, die das Leitbild krönen und in einem nächsten Schritt erarbeitet werden soll, muss sich ebenfalls auf akzeptierte Ziele der Stadtentwicklung und Schritte zur Umsetzung beziehen, damit Form und Inhalt übereinstimmen.

Der Leitbildprozess wurde auf der Klausurtagung des Stadtmarketing- und Tourismusverbandes im Jahr 2015 gestartet und wird durch eine Lenkungsgruppe gesteuert, in der folgende Personen mitwirken: Oberbürgermeister Holger Kelch, Andreas Wirth (Büroleiter OB), Olaf Schöpe (Vizevorsitzender Stadtmarketing- und Tourismusverband), Gert Streidt (Direktor der Stiftung Park und Schloss Branitz), Prof. Silke Weidner (BTU Cottbus-Senftenberg), Katrin Erb (IHK Cottbus), Doreen Mohaupt (Fachbereich Stadtentwicklung), Daniela Paulig (Stabstelle Stadtmarketing beim OB) und Gabi Grube als Geschäftsführerin des federführenden Verbandes.


Im Mai und Juni 2016 sind über 160 Vertreter von Institutionen, Branchen und Interessengruppen zu zwei Strategiekonferenzen in der IHK Cottbus eingeladen gewesen. Insgesamt rund 100 Fachleute aus Wirtschaft und Gesellschaft haben über die Grundzüge des Leitbildes diskutiert. Über den Sommer wurden weitere Anregungen gesammelt, im Oktober eine fünfwöchige Online-Bürgerbeteiligung aktiviert. Nun liegt eine mehrfach überarbeitete Fassung zur politischen Beschlussfassung vor.

  • Fundament
  • Leitthema 1
  • Leitthema 2
  • Leitthema 3
  • Leitthema 4

Das Fundament unserer lebenswerten Stadt, auf das wir bauen:

Es ist unsere kreisfreie Stadt Cottbus, die als Oberzentrum der Behörden-, Bildungs- und Einkaufsstandort sowie das Zentrum für Kultur, Dienstleistungen und medizinische Versorgung der Region ist.


Cottbus als familienfreundliche Stadt, ermöglicht ein Großstadtleben mit kurzen Wegen als Alternative zum Metropolenstress. Vielfältige und gut erreichbare soziale, kulturelle, sportliche und bildungsfreundliche Angebote schaffen eine besondere Lebensqualität. Mit Kooperation zwischen freien Trägern, Unternehmen und Kommune im Bündnis Familie sowie der Unterstützung flexibler, familienfreundlicher Arbeitszeitmodelle, bleibt der Status „familienfreundliche Stadt“ auch weiterhin erhalten.


Die gesellschaftliche Teilhabe aller Bevölkerungsgruppen und Generationen wird durch die Anpassung sozialer und medizinischer Angebote an kommende demografische Veränderungen gesichert. Dazu gehören u. a. ausreichende Betreuungsangebote für alle Generationen, die Förderung generationsübergreifender, interkultureller Bildungs- und Betreuungsprojekte und ebenso eine barrierefreie Stadt- und Verkehrsplanung.


Vielfältige Bildungs- und Betreuungseinrichtungen ermöglichen ein lebenslanges Lernen. Diese werden bedarfsgerecht und zukunftsfähig gesichert und durch Kooperationen mit Wirtschaft sowie Arbeit verknüpft. Angebote im außerschulischen Bildungsbereich begeistern Kinder und Jugendliche nachhaltig und ermöglichen dadurch den Erwerb sozialer Fähigkeiten und herkunftsunabhängiger Kompetenzen.


Die Cottbuser Innenstadt ist das „Gesicht der Stadt“. Sie wird aktiv gestaltet, so dass insbesondere Fußgänger eine hohe Aufenthaltsqualität erleben. Nach dem Grundsatz: Innenentwicklung vor Außenentwicklung werden Stadtentwicklungen auf den Stadtkern und den inneren Grünring bzw. die Achse zum künftigen Ostsee fokussiert.

Cottbus ist die Radfahrerhauptstadt der Lausitz. Das Radfahren wird durch die Verknüpfung mit umweltfreundlichen Verkehrsmitteln und dem Erhalt, der Optimierung und dem Ausbau der radtouristischen Infrastruktur als echte Alternative im Straßenverkehr bestehen.


Entsprechend der integrierten Stadtentwicklung sind auch die ländlichen Ortsteile an der Entwicklung unserer Stadt beteiligt.


Stadtgeschehen und Stadtpolitik sind durch eine engagierte Bürgerschaft, aktive Bürgervereine und Ortsbeiräte geprägt. Damit Informationsaustausch, Service und Organisation gelingen, wird die finanzielle Leistungsfähigkeit der Stadtverwaltung gesichert und die Digitalisierung vorangetrieben. Dadurch verbessert sich die Kommunikation zwischen Verwaltung, Bürgern, Privatwirtschaft und Politik. Ergebnis ist ein bürgernahes Arbeiten und die effiziente Bearbeitung gewerblicher Investitionen.


In der Wirtschaftsregion Lausitz, die über Kreis- und Ländergrenzen hinausgeht, verstehen wir uns als wichtigen Motor. Überregionale Dialoge werden daher in einem starken Netzwerk aus Stadt und Region gepflegt.


Die bestehende Basis als Fundament wird erhalten und stets gefördert, damit das Leitbild der Stadt Cottbus mit seinen vier Leitthemen auch zukünftig sicher steht und erfolgreich ausgebaut werden kann.

Alte und neue Kulturlandschaften im Sinne Fürst Pücklers

ILLUSTRATIONSGESCHICHTE FÜR DAS ZIEL:
„Familie Ludwig aus Berlin macht gern Ausflüge mit Rad oder Bahn, denn Vater Luca und Mutter Lena achten beim Urlaub auf ihren ökologischen Fußabdruck und interessieren sich für muskelbetriebenen Sport im und am Wasser. Gestern haben sie schon den Branitzer Park besucht und haben mit ihren Kindern Pücklereis aus regionalen Zutaten gekostet. Heute führte sie die Fahrt mit der solarbetriebenen Parkeisenbahn direkt aus der Stadt an das Ufer des Cottbuser Ostsees. Bei einer Fahrradrundfahrt um den See lernen sie viel über den Erholungsraum, der sich seit der Flutung des Tagebaus hier entwickelt hat und die Kinder freuen sich auf die sportliche Fahrt mit der Seilrutsche vom Merzdorfer Turm zur Kletterinsel im See. Von dort aus bringt sie ein Solarboot ans Ufer zurück. Morgen ist dann ausgiebiges Baden angesagt. Aber auch ein Paddelausflug in die Biosphäre Spreewald ist Pflicht. Ob das zu schaffen ist? Sie wollen auf jeden Fall wiederkommen und dann länger als nur ein Wochenende bleiben.“

Wer wir sind:


Als eine der grünsten Städte Deutschlands bietet Cottbus interessante seen- reiche Landschaftsräume mit einer hohen Biotop- und Artenvielfalt. Zudem sind abwechslungsreiche Parkensembles entlang der Spree und ein Grünring um die Altstadt vorhanden. Die Anbindung an sieben überregionale Fernradwege und die Spree als Wasserstraße in den Spreewald ermöglichen die touristische Nutzung dieser landschaftlichen Besonderheiten. Fürst Hermann von Pückler-Muskau bietet ein facettenreiches Potenzial für die Stadt Cottbus. Die durch ihn geschaffene Kulturlandschaft Fürst-Pückler-Park entfaltet überregionale touristische Strahlkraft.


Der künftig entstehende „Cottbuser Ostsee“ im Bereich des ehemaligen Tagebaus Cottbus Nord ist eine spannende Weiterführung der Kulturlandschaften im Sinne Fürst Pücklers – nämlich als Gestaltungsherausforderung und größte Landschaftsbaustelle Brandenburgs.


Wer wir sein wollen:


Die Fürst-Pückler-Stadt. Unter der identitätsstiftenden Figur des Fürsten Pückler wird weiter an der Ausgestaltung dieses Potenzials gearbeitet. Dabei finden sich neue interessante Ansätze für die überregionale Vermarktung mit den Partnern des Europäischen Parkverbundes Lausitz.


Als moderne Interpretation des Landschaftswandels nach Fürst Pückler wird der „Cottbuser Ostsee“ bereits während der Entstehung für Cottbuser und Touristen erlebbar sein.


Was wir dafür tun wollen:


Leitprojekt 1: Branitz wird UNESCO-Welterbe. Zusammen mit der Stiftung Park und Schloss Branitz wird die Erweiterung des UNESCO-Welterbes Muskauer Park um den Park Branitz aktiv vorangetrieben.


Leitprojekt 2: Wir bauen uns einen See! Die bergbaubedingten Landschaftsveränderungen am künftigen „Cottbuser Ostsee“ werden mit Anrainern und verantwortlichen Partnern nachhaltig gestaltet. Dabei werden neue räumliche Verbindungen zwischen dem „Ostsee“ und dem Branitzer Park die identitätsstiftende Verbindung des Fürsten Pückler für beide Orte verdeutlichen. Mit vorausschauendem Blick werden gute planungsrechtliche Rahmenbedingungen für private Investitionen gelegt.


Leitprojekt 3: Wir machen BuGa. Zur Beförderung des Entwicklungsprozesses „Cottbuser Ostsee“ suchen und gestalten wir geeignete überregional wirkende Präsentations- und Fördermöglichkeiten, wie bspw. die Ausrichtung einer Bundesgartenschau. Zur Unterstützung der städtischen Kulturlandschaften im Sinne Fürst Pücklers, werden der Erhalt und der Ausbau des urbanen Erholungs- und Erlebnisraums entlang der Spree, inklusive Park- und Grünanlagen, weiterhin begünstigt.


BTU Cottbus-Senftenberg – Impulsgeber für Forschung, Technologietransfer und Fachkräfte

ILLUSTRATIONSGESCHICHTE FÜR DAS ZIEL:
„Boris kam aus der Ukraine an die BTU Cottbus, um hier Architektur zu studieren. Besonders interessierte ihn die Immobilienentwicklung und er promovierte zum Thema Hotelbauten. Ein praktisches Beispiel der Umsetzung fand er direkt vor den Türen der BTU – am Cottbuser Ostsee. Er wurde Teammitglied bei einem Projektentwickler und sitzt heute stolz auf der Seeterrasse am Cottbuser Hafen, denn an der Konzeptentwicklung für das Hafenhotel hat er mitgewirkt. Sein Wissen will er gern in die Ukraine weitergeben und er steht vor der Entscheidung, eine Büro-Außenstelle am Schwarzen Meer zu eröffnen. Aber zurückgehen für immer? Es hält ihn viel in Cottbus – hier hat er seine Frau kennengelernt und will eine Familie gründen. Sein schwimmendes Holzhaus ist am Merzdorfer Steg bereits im Bau. Für seinen kleinen Bruder wird dann sein bequemes und günstiges WG-Zimmer in Uni-Nähe frei. Ihm hat er das Studieren hier auch schmackhaft gemacht.“

Wer wir sind:


Die Brandenburgische Technische Universität Cottbus-Senftenberg ist mit ihren Studierenden die Quelle gut ausgebildeter Fachkräfte für eine gesamte Region. Cottbus ist damit gesetzte Universitätsstadt im Süden Brandenburgs. Herausragend ist der Anteil von über 20 Prozent internationaler Studierender.


Mit der universitären Forschung in unmittelbarer Nachbarschaft haben die Unternehmen am Standort Cottbus einen Vorteil, der bereits durch Vernetzung und Kooperation genutzt wird. Stadt und Region bieten Räume des Ausprobierens innovativer Ideen, die einerseits lokal bedeutsam sind, anderseits aber auch national und international ausstrahlen.


Wer wir sein wollen:


Als einzige technische Universitätsstadt in Brandenburg behaupten und stärken wir den Status als Wissenschaftsstandort Cottbus auch in Zukunft.Die Cottbuser Wirtschaft profitiert von der Anwendungsorientierung und Grundlagenforschung der BTU auf internationalem Spitzenniveau. Durch eine gezielte engere Vernetzung zwischen Wissenschaft, Wirtschaft und Kommune, wird der weltweite Wissens- und Technologietransfer in die Region ermöglicht und somit die regionale wirtschaftliche Entwicklung unterstützt. Im Digitalisierungsprozess hin zur smart city kooperiert die Stadt eng mit der BTU.


Unsere weltoffene Einstellung in einer internationalen Stadt schafft ein günstiges kulturelles und mentales Umfeld für Gründer, Zuzügler, künftige Fachkräfte und Studierende und fördert die Identifikation dieser mit unserer Stadt.


Was wir dafür tun wollen:


Der Informationsfluss zu den Angeboten der Stadt Cottbus und ihrer Unternehmen für Studierende, Absolventen und Existenzgründer wird verbessert. Cottbus bietet künftigen Studierenden Anreize für eigenes Engagement für ein reiches Kulturangebot und schafft besonders günstigen Wohnraum mit optimalen Verkehrsanbindungen an den Campus.


Leitprojekt 1: Gründer willkommen! Im Umfeld des Zentralcampus der BTU Cottbus-Senftenberg werden die räumlichen und atmosphärischen Bedingungen für Existenzgründer geschaffen. Die Wirtschaftsförderung wird einen BTU-Coach bereitstellen, der den Austausch mit der jungen Kreativ-Szene sucht und Unternehmensgründungen unbürokratisch und bedarfsgerecht regeln hilft.


Damit die Weichen für ein alternatives familiäres Großstadtleben gestellt sind, werden Freiräume für unterschiedliche Wohn- und Lebensformen von Neubürgern, Absolventen und der wachsenden Gründerszene geschaffen. Durch Politik, öffentliche Institutionen und bürgerschaftliches Engagement wird Toleranz, Akzeptanz, Weltoffenheit und Internationalität vorgelebt, die ansteckend wirkt und Vorurteile abzubauen hilft.


Stadt mit Tatkraft für Energie, Wirtschaft und Innovation

ILLUSTRATIONSGESCHICHTE FÜR DAS ZIEL:
„Simon hat seine berufliche Karriere als Mechatroniker begonnen. Als der Tagebau Cottbus-Nord ausgekohlt war, stand er vor einer schweren Entscheidung. Damals startete er noch ein Weiterbildungsstudium an der BTU und arbeitet heute bei einem Zulieferbetrieb für Solarboote, das sich direkt neben dem BTU-Gelände gegründet hat. Sein Chef bekam bei der Ansiedlung erstklassige Beratung und passende Räume von der regionalen Wirtschaftsförderung. Und er will Simon demnächst zum Vertriebsleiter machen, denn zunehmend kommen Aufträge aus den Seengebieten Sachsens und Polens. Dahin muss nun die Logistik für die Anlagenteile organisiert werden, was aufgrund der hervorragenden Bahn- und Autobahnanbindungen kein großes Problem ist. Simon selbst fährt hin und wieder das Versuchsboot auf dem Cottbuser Ostsee und hat daran große Freude, auch wenn er mitunter noch wehmütig an seine Jugendzeiten zurückdenkt, als er hier auf der Förderbrücke stand!“

Wer wir sind:


Der Wirtschaftsstandort Cottbus ist Teil der Hauptstadtregion Berlin-Brandenburg. Der Standort Cottbus ist insbesondere durch die Zusammenarbeit mit der BTU Cottbus-Senftenberg in den Bereichen Energie und Umwelt attraktiv für Forschung und Entwicklung neuer Technologien.


Im Bereich Braunkohleverwertung ist die Vernetzung zwischen Forschung und Wirtschaft beispielhaft für andere Forschungsbereiche und Standorte, die auf Zukunftstechnologien ausgerichtet sind. Aus dieser Erfahrung kann die Stadt für den Strukturwandel lernen. Größte Arbeitgeberbranche ist die Gesundheitswirtschaft, die im Zusammenhang mit dem Tourismus noch Wachstumspotenziale hat.


In der industriefreundlichen Stadt Cottbus bieten attraktive Industrie- und Gewerbegrundstücke ausreichend Flächen für gewerbliche Entwicklungen. Der Mittelstand und das Handwerk bilden mit einem starken Dienstleistungssektor die Basis für die Wirtschaftskraft der gesamten Stadt. Als bedeutendste und vielfältig vernetzte Stadt im deutsch-polnischen Grenzraum schlägt Cottbus eine wirtschaftliche Brücke nach Osteuropa.


Wer wir sein wollen:


Als größte Stadt in der Innovationsregion Lausitz zwischen Berlin und Dresden, gestaltet Cottbus den Strukturwandel aktiv mit und überzeugt als Teil der Vorteilsregion für Investoren mit Standortvorteilen in den Bereichen Forschung, Flächen, Fachkräfte und Förderung.


Innerhalb der Stadt wird ein zukunftsorientierter, sicherer sowie sozial- und umweltverträglicher Verkehr für eine Stadt der kurzen Wege entwickelt. Dabei spielt die Straßenbahn als traditionsreichster Baustein der Elektromobilität eine wich-tige Rolle.


Die Kompetenz der BTU Cottbus-Senftenberg, z. B. auf dem Feld der Industrie 4.0 am Innovationszentrum Moderne Industrie, wirkt sich fördernd auf klein- und mittelständische Unternehmen aus. Regenerative Energieträger und innovative Energiedienstleistungen werden zu weiteren wichtigen Standortfaktoren für Cottbus und die Region entwickelt.


Ein starker Wirtschafts- und Wissenschaftsstandort ist ohne ein starkes kulturelles Umfeld nicht denkbar. Kulturelle Vielfalt wird als zentraler Aspekt der Standortentwicklung hochgeschätzt. Pücklers Park, das Staatstheater, die Museen, das Filmfestival und eine lebendige freie Szene prägen das soziale und kulturelle Leben der Stadt und machen sie auch für Investoren interessant.


Die Stadt verfolgt die Ziele der Agenda für eine nachhaltige klimagerechte Entwicklung und wird durch energetische Modernisierung und Sanierung kommunaler Gebäude zum Vorbild für ökologisch orientierte Wohnraumentwicklung – mit Freiräumen für experimentellen Wohnungsbau und urbane Gärten.


Zur Steigerung der Akzeptanz, werden die Bürger bei Ausbau und Förderung der Elektromobilität sowie zukunftsfähiger Energien durch umweltfreundliche Energieversorgung, Energieeinsparung, höhere Energieeffizienz und innovativen Energietechnologien frühzeitig eingebunden und sensibilisiert.


Was wir dafür tun wollen:


Leitprojekt 1: Wir ertüchtigen die Wirtschaftsförderung. Den Bestandsunternehmen werden gute Bedingungen für ihre Weiterentwicklung und neue Investitionen in die Stadt geboten. Sie werden als Botschafter, ebenso wie die Professoren der BTU, aktiv in das Standortmarketing mit einbezogen.


Wir stellen die Weichen für erfolgreiche privatwirtschaftliche Investitionen – auch am „Cottbuser Ostsee“. In Partnerschaft mit der BTU und weiteren Innovationspartnern werden gute Voraussetzungen geschaffen, damit neue Ideen zur Bewältigung des Strukturwandels in Industrie und Gewerbe umgesetzt werden.


Mit einer leistungsfähigen Wirtschaftsförderung sowie einem starken Standortmarketing, die konzeptionell strukturiert und kundenorientiert arbeiten, werden Unternehmensentwicklungen und -an-siedlungen sowie die Vermarktung als Innovations- und Vorteilsregion vorangetrieben.


Leitprojekt 2: Wir kämpfen für eine leistungsfähige Infrastruktur auf Straße, Schiene und bei den Datenautobahnen. Die Verbesserung der überregionalen Verkehrsanbindung von Cottbus und des künftigen „Cottbuser Ostsees“ ist ein entscheidender Erfolgsfaktor für die Weiterentwicklung.
Über das Bundesfernstraßennetz wird die Verbindung Richtung Süden und Südosten optimiert. Eine umsteigefreie Fahrt zum künftigen Hauptstadtflughafen BER wird forciert.
Mit Landes- und Bundesbehörden wird an der zweigleisigen Anbindung von Cottbus in den Schienenfernverkehr nach Leipzig und Berlin gearbeitet.
Das Radverkehrsnetz unserer fahrrad-freundlichen Stadt wird gepflegt und bedarfsorientiert ausgebaut.


Leitprojekt 3: Wir sprechen als eine Wirtschaftsregion Lausitz! Für eine bessere Wahrnehmung der Lausitz im europäischen Wettstreit der Regionen um Fachkräfte und Investitionen, arbeiten wir an einer gemeinsamen Wirtschaftsregion Lausitz, die mit einer Stimme spricht.


Leuchttürme der Sport- und Kulturstadt

ILLUSTRATIONSGESCHICHTE FÜR DAS ZIEL:
„Wenn beim jährlichen Ostsee-Triathlon die Starttickets ausgegeben werden, ist auch Tanja aus Essen mit ihren Freunden dabei. Die Freizeitsportlerin schätzt die gute Strecke vom Branitzer Park entlang der Spree und rund um den Ostsee. Oftmals startet sie dann direkt neben den berühmten Olympia-Stars, die hier ihre Hausstrecke mit guten Vereinsanlagen haben. Und weil neben Training auch Erholung sein muss, hängen sie dieses Mal eine Woche dran, um anschließend auch noch die Kultur der Stadt zu genießen. Die angesagte Outdoormesse im Spreeauenpark, das Sommertheater, das Ostsee-Beachfestival oder die Feste im Branitzer Park locken aber nicht nur Sportler. Dieses Jahr dreht Oscar-Preisträger Andreas Dresen beim Triathlon Szenen seines neuen Films, der dann zum 35. Cottbuser Filmfestival Premiere haben wird. Dann kommt auch Tanja mit ihren Freunden wieder, um sich selbst in Aktion zu sehen und mischt sich mit dem kulturinteressierten Publikum aus ganz Europa bei den Partys in den vielen kleinen blau beleuchteten Szenekneipen und Galerien zwischen Theater, Kino, Campus und Altmarkt.“

Wer wir sind:


Die Kultur prägt Cottbus nach innen und außen. Regional entfaltet Cottbus eine einzigartige Strahlkraft als moderne Sport-, Kultur-, Gastronomie- und Einkaufstadt mit einer Vielzahl an Freizeit- und Kultureinrichtungen sowie hochwertigen Sport- und Kulturveranstaltungen mit überregionaler Bedeutung.
Zu den Leuchttürmen der Kulturstadt gehört neben dem Staatstheater und dem Kunstmuseum unter dem Dach der Kulturstiftung auch das Konservatorium, das Kinder- und Jugendtheater Piccolo sowie das FilmFestival Cottbus.
Diese urbane Angebotsvielfalt der Stadt als Teil des sorbisch-wendischen Siedlungsgebiets, ergänzt das ganzheitliche touristische Angebot des Spreewaldes.


Die Sportbegeisterung der Stadt spiegelt ein großes Angebot im Spitzen-, Breiten- und Gesundheitssport wider. Zudem vervollständigen Lauf- oder Radstrecken, Wege und multifunktionale Freizeitplätze die Möglichkeiten im Sport. Jeder fünfte Cottbuser ist in einem der 145 Sportvereine mit über 70 angebotenen Sportarten aktiv.


Das Sportzentrum Cottbus mit Olympiastützpunkt, Sportschule, Internat, Sportmedizin und Sportstätten, bietet hervorragende Bedingungen für die Sportförderung mit Fokus auf Radsport, Leichtathletik, Fußball, Turnen und paralympischen Sport.


Wer wir sein wollen:


Wir werden die Kultur- und Sportstadt der Lausitz sein und präsentieren uns im Sinne der Geisteshaltung des Fürsten Pückler interkulturell und weltoffen, intellektuell und überraschend. Dank unserer Angebotsvielfalt werden wir in Südbrandenburg einen Anziehungspunkt für Touristen darstellen.


Als überregional interessanter Treffpunkt für Sporttreibende im, auf und am Wasser wird der „Cottbuser Ostsee“ mit infrastrukturellen, touristischen und wirtschaftlichen Vorhaben gestaltet.


Um Strahlkraft in die gesamte Region zu bringen, werden die Themen Energiewende, Landschafts- und Wertewandel als Kennzeichen für den Messe- und Kongressstandort Cottbus weiterentwickelt. Dies erfolgt auch mithilfe des Menschenrechtszentrums.


Was wir dafür tun wollen:


Cottbus stärkt und bündelt die Kräfte im Marketing und agiert als das urbane Zentrum der Freizeit- und Tourismusregion Lausitz. Zentrale Voraussetzung für eine gewinnende Vermarktung unserer Stärken bildet dabei eine enge touristische Zusammenarbeit und Vernetzung mit den benachbarten Reisegebieten Spreewald, Lausitzer Seenland und Polen.


Sprache, Kultur und Traditionen der Sorben/Wenden in der größten zweisprachigen Stadt Deutschlands dienen als Ansatz für eine besondere Identitätsfindung. Mit regionalen Partnern sowie mit Land und Bund wird die Neuinterpretation dieser Kultur in den Mittelpunkt gestellt.


Wir ermöglichen allen Alters- und Bevölkerungsgruppen den Zugang zu den hochwertigen Sport- und Kulturangeboten. Hierfür werden Sport-, Freizeit- und Kultureinrichtungen erhalten und nutzerorientiert ausgebaut.


Leitprojekt 1: Sport frei für den künftigen Ostsee! Der Entwicklungsprozess am „Cottbuser Ostsee“ wird durch attraktive und imagebildende Freizeit,- Sport- und Kulturveranstaltungen befördert.


Leitprojekt 2: Ehrenamt zahlt sich aus. Das ehrenamtliche Engagement in Vereinen wird stärker wertgeschätzt und die Bedeutung von Sponsoring bei Unternehmen und öffentlicher Hand spürbar anerkannt.


Leitprojekt 3: Kulturkampagne nach Pücklerart. Einen besonderen Schwerpunkt setzen wir auf jene Veranstaltungsformate, die überregionale Ausstrahlung und Bekanntheit stärken sowie Interkulturalität, Innovation, Weltoffenheit, ebenso Kultur- und Kunstsinn erlebbar machen. Die Betonung liegt dabei auf den kulturhistorischen Besonderheiten der Region.